Salz: Weniger ist mehr

Weihnachtsmarkt 2019
18. Februar 2020

Chips, Pommes, Pizza: All das finden Kinder und Erwachsene lecker. Es schmeckt so gut, nicht nur weil es Fette, sondern auch jede Menge Salz enthält.

Doch auch Kinder sollten aus gesundheitlichen Gründen möglichst wenig Salz essen. Genau wie Zucker und Glutamat, verstärkt Salz den Geschmack. Dadurch, dass es eben den Geschmack verstärkt und so gut schmeckt, isst man mehr davon.

Salz beeinträchtigt auch bei Kindern die Geschmacksnerven. Kinder, die regelmäßig stark gesalzene Speisen essen, sind weniger sensibel für natürliche Aromen von Kräutern oder anderen Gewürzen. Außerdem erhöht salzreiche Ernährung das Risiko für Übergewicht – Forscher haben herausgefunden, dass Kinder von einer salzigen Pizza mehr essen. Und weil Salz Durstig macht, dabei auch mehr trinken – häufig leider kalorienreiche Getränke wie Saft, Limo, Cola oder Schorle.

Auch Fertigbrühen enthalten bis zu 80 % Salz, von anderen fragwürdigen Inhaltsstoffen wie Hefeextrakte (Ersatz für Glutamat), Palmöl und vielem mehr, ganz abgesehen. Ohne Brühpulver geht es in einer Großküche leider nur schwer. Bei einer Eintopfmenge von 1000 Liter müsste man so viel Knochen auskochen, dass unter anderem die Entsorgung hier ein Problem wäre.

Unser Ziel war es, den Salzgehalt in unseren Mittagsmahlzeiten deutlich zu reduzieren.

Mit der regionalen Firma Nossek aus Hameln haben wir einen Partner gefunden, der bereit war auf unsere Ansprüche einzugehen und mit uns Rezepturen für Brühpulver zu erstellen.

Unsere Fleisch- und Gemüsebrühe enthält nur noch reine getrocknete und gemahlene Gemüsesorten und Kräuter wie Karotten, Pastinaken, Tomaten, Sellerie und Liebstöckel. Auch auf Palmöl haben wir komplett verzichtet und setzten hier auf Sonnenblumenöl. Somit können

wir nach den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gemeinschaft für Essen), den Salzgehalt unserer Speisen selbst bestimmen.

Viele Kinder müssen sich erst an die salzarme Kost gewöhnen, da sie durch die Fastfood-Ketten auf Salz, Fett und Zucker getrimmt werden. Wir hoffen hier, dadurch, dass die Kinder fünfmal die Woche durch uns verpflegt werden, eine Sensibilisierung auf zu salzhaltige Kost, zu erreichen.

Mit diesem Projekt ist uns wieder ein Schritt mehr zu einer gesunden Ernährung gelungen und wir freuen uns schon auf das nächste Projekt.